Einweihung des erweiterten Feuerwehrhauses und der neuen Tragkraftspritze / verbesserter Brandschutz
Ein großer Festtag als krönender Abschluß: Am Sonntag, den o1.o9.2oo2 feierte unsere Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit der Bevölkerung von Molzbach die Einweihung des umgebauten und erweiterten Feuerwehrhauses. Neben dem symbolischen Schlüssel für das Gebäude konnte Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel auch die neu beschaffte Tragkraftspritze übergeben.
Lob fand Bürgermeister Dr. Fennel für das eindrucksvolle Engagement, mit dem in Molzbach der Umbau und die Erweiterung des Gebäudes voran gebracht wurde. Seit dem ersten Bau aus dem Jahre 1956 wurde immer wieder das eine oder andere Mal an dem Gebäude gearbeitet. Der Bürgermeister erinnerte an die Schaffung des Umkleideraumes (1987), die neuen sanitären Einrichtungen (1993), die Sanierung des Schlauchturms (1996/1997), alles zusammen für damals 37.500 DM (19.173 Euro). Doch die größte Maßnahme war die jetzt abgeschlossene. Für 86.000 Euro wurde ein neuer Anbau für das Feuerwehrauto errichtet, die bisherige Garage wurde zu Schulungsraum und Küche umgebaut. Das Dach wurde neu gedeckt und der Vorplatz neu gepflastert. Besonders hob der Bürgermeister bei der Einweihung die Eigenleistung hervor, die alleine einen Wert von 16.000 Euro darstellte. Dabei brachten sich nicht nur unsere 31 aktiven Feuerwehrleute (Männer und Frauen) ein. Auch das ganze Dorf half während der rund 15-monatigen Bauzeit seit dem ersten Spatenstich im Mai 2001 mit. Für Dr. Fennel ist das Feuerwehrhaus in Hünfeld ein optimistisches Zeichen dafür, daß die Freiwillige Feuerwehr in dem Stadtteil lebendig ist und bleibt. Zugleich sei dies ein Bekenntnis zu den Stadtteilwehren und zum Ehrenamt, ohne die die wichtige Aufgabe des Brandschutzes in Hünfeld nicht geleistet werden könne. Zur Übergabe der Tragkraftspritze, die 9.000 Euro kostete, sagte Dr. Fennel, daß dies das Wunschgerät der Molzbacher Wehr sei. Es löse nach 26 Jahren die bisherige Spritze ab. Zugleich verband er damit die Hoffnung, daß schon bald das neue Tragkraftspritzenfahrzeug unser über 27 Jahre alte Vorgängerfahrzeug ersetzen würde. Der evangelische Pfarrer Jürgen Gossler und sein katholischer Amtsbruder Johannes Wagner spendeten den kirchlichen Segen. Pfarrer Wagner, der sich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr bekannte (und den Akt der kirchlichen Segnung als seinen Part der "Eigenleistung" schelmisch vorstellte), stellte in seiner Rede heraus, daß Freiwilligkeit bedeute, aus freiem Willen sich einer Sache zu verschreiben. Für diese Dienstleistung sei auch die Orientierung wichtig.
Unser Ortsvorsteher Ludwig Bott dankte allen, die zur Verwirklichung des Projektes durch die Beschlüsse, Rat und vor allem durch Tat beigetragen hätten. Die Feuerwehr gewähre nicht nur dem Brandschutz, sondern sei auch immer da, wenn sie im Dorf gebraucht werde.
Feuerwehrvorsitzender Eckhard Sawallisch dankte den Backfrauen und -männern, die den Erlös des vergangenen Backhausfestes für die Anschaffung der Küche zur Verfügung gestellt hatten.
Wehrführer Anton Göb lobte die Investition in die Sicherheit des ganzen Dorfes.
Stadbrandsinspektor Karl Fey sagte, daß die Molzbacher Wehr solide wachse. Die Wehrleute seien ein gutes Beispiel für Gemeinsinn. Zugleich stellte Fey heraus, daß gute Ausrüstung und Ausbildung wichtig seien, um für den Feuerwehrdienst motiviertren zu können. Beides sei in Molzbach ideal.
Die Einweihung wurde vom Bläserchor "Tonica" Mackenzuell unter der Leitung von Stefan Mayer musikalisch mitgestaltet.